Lettering, Handlettering und Brushlettering – Erklärung

Brushlettering und Handlettering sieht man momentan ja überall aber was ist überhaupt der Unterschied zwischen Brushlettering und Handlettering? Und was ist dann Lettering? Ein wenig verwirrend sind die ganzen Begriffe ja schon, deswegen möchte ich euch heute einen kleinen Einblick in die Welt des Handletterings geben und die häufigsten Begriffe erklären.

Lettering

Lettering heißt übersetzt so viel wie „Die Kunst des schönen Schreibens“ oder  „Schriftkunst“ und ist der Überbegriff für Handlettering, Brushlettering und Kalligraphie. Im Grunde geht es einfach darum Schrift kunstvoll darzustellen.

Handlettering

Für Handlettering werden normale Filzstifte und Fineliner verwendet. Es können einzelne Wörter, Sätze oder ganze Sprüche, zusammen mit Verzierungen (Schnörkeln, Pfeilen, Linien, Schleifen) dargestellt werden. Beim Handlettering zählt das Gesamtbild, wobei verschiedene Wörter in unterschiedlichen Schriftarten und Größen miteinander kombiniert werden können.

Brushlettering

Beim Brushlettering verwendet man entweder einen Pinsel oder eine Pinselstift (Brush Pen). Das Schriftbild zeichnet sich durch dünnere Aufstriche und dickere Abstriche aus, wobei die einzelnen Buchstaben entweder möglichst gleichmäßig oder schwungvoll (Bounce Lettering) dargestellt werden. Brushlettering lässt sich hervorragend mit Handlettering kombinieren. So entstehen solle „Bilder“ aus verschiedenen Schriftarten.

„Falsche“ Kalligraphie (Fake/Faux Calligraphy)

Die „falsche“ Kalligraphie ist eine gute Übung für die „richtige“ Kalligraphie und gerade für den Anfang bestens geeignet. Man verwendet hierfür normale Stifte und schreibt zuerst ein einfaches Schriftbild vor. Im zweiten Schritt werden die Abstriche dann dicker gezeichnet, wodurch der Kalligraphie-Effekt entsteht.

Kalligraphie

Bei der Kalligraphie geht es darum die Schrift perfekt und gleichmäßig darzustellen. Traditionell werden hierfür verschiedene Federn und Tinte verwendet. Es werden vorwiegend Schreibschriften verwendet, gerne in Kombination mit Schnörkeln.

Wichtig beim Lettering ist die Übung. Niemand hat sofort die schönsten Letterings gestaltet, sondern jeder hat mal klein angefangen. Ich habe 2016 angefangen mich mit dem Thema Lettering zu beschäftigen. Meine ersten Versuche waren krumm und wackelig und sahen nicht besonders schön aus. Kein Vergleich zu meinen Werken heute. Mittlerweile habe ich meinen eignen Stil gefunden und das Lettering zu meinem Beruf gemacht. Damit auch ihr das Lettering lernen könnt, habe ich einen Lettering Guide geschrieben. Darin findet ihr Tipps zum Anfangen, viele Aufwärmübungen und Alphabete zum Üben. Mehr zum Lettering Guide erfährst du hier:

 

Für den Anfang empfehle ich übrigens den Brush Pen von edding. Die Spitze ist nicht so groß und nicht so flexibel wie die des Brushpens von Tombow. Ideal zum Üben der unterschiedlichen Druckstärken. Da beim Brushlettering die Haltung des Stifts und der Druck beim schreiben so wichtig sind, bedarf es gerade am Anfang einiges an Übung. Aber mit etwas Ausdauer, kann jeder Lettering lernen und eigene kleine Kunstwerke kreieren.

 

 

Lasst es euch gut gehen, liebe Grüße!

 

Author: Judith

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.